In einer Wissenschaftsdoku hat sich 3sat mit Software beschäftigt, die mit Hilfe von Verarbeitung großer Datenmengen versucht, Ereignisse vorausschauend zu berechnen: „Das Ende des Zufalls – Die Macht der Algorithmen“. Weltweit kommen immer mehr Formen solcher Vorhersage-Software („Predictive Analytics Algorithms“) zum Einsatz, ob für polizeiliche Zwecke oder bei den großen Tech-Konzernen für Werbevermarktung und die Berechnung von Kredit- und Gesundheitsrisiken.
Basis für die versuchten Vorhersage-Berechnungen ist die Datenflut, die wir alle bewusst und unbewusst erzeugen:
Beinahe alles wird erfasst und gespeichert. Im Jahr 2013 wurden so viele Daten produziert wie in der gesamten Menschheitsgeschichte zuvor: knapp viereinhalb Milliarden Terabyte. Jeden Tag kommen seitdem weitere 2,5 Millionen Terabyte hinzu. Über unsere Smartphones erzeugen wir laufend Daten über uns und unsere Umwelt. Sensoren und Kameras messen in Smartphones, Fahrzeugen und Computern wo wir gerade sind und was wir machen.
Neben den schier unendlichen Möglichkeiten, die von den Anbietern von Predictive-Policing-Software versprochen werden, macht die im Januar 2018 aktualisierte 3sat-Doku auch deutlich, wer sich noch alles in diesem Datenmarkt ein Stück vom Kuchen abschneiden will.
